NEUNZEHNUHRDREISSIG

Julia Gutweniger + Florian Kofler 16|09|10 – 09|10|10

 gutweniger_florian  
Wir nehmen wahr und werden wahrgenommen, und irgendwo, zwischen dem einen und dem anderen, ist die unscharfe Grenze des Privaten. Tatsache ist, dass große Fernsehproduktionsfirmen diese Lust, andere zu beobachten, heute zum Inhalt ihrer Produktionsidee machen (Big Brother, Verkuppelungsshows, Talkshows etc.). Aber was genau steckt dahinter? Und wie reagieren wir wirklich auf diese beiden Rollen? Die Doppelausstellung NEUNZEHNUHRDREISSIG ist um all diese Fragen herum gebaut. Sowohl Julia Gutwenigers Ölbilder, als auch Florian Koflers Videoinstallation behandeln Einblicke in Privates. Künstlerisch gestaltete Fenster, die den Blick auf Momente des Alltags frei geben zum einen, filmische Szenen des Alltags, die als Bestandteil und in Gestalt eines Modellhauses die Wirklichkeit auf unser Wahrnehmen projizieren zum anderen. Der Betrachter wird dabei immer auch zum Ausstellungsgegenstand, denn Voyeurismus ist das Thema und verbindendes Element. Das Modell mit den acht Wohnungen wird um den Ausstellungsraum und seine Besucher erweitert. Am Objekt, an den Bildern und an sich selbst lassen sich damit sowohl die Neugier als auch Voyeurismus entdecken. Und zwar selbst dort, wo man sich dem entziehen will. Julia Gutweniger: Geboren 1988 in Meran (I) studiert Malerei und Grafik bei Ursula Hübner an der Kunstuniversität Linz. Florian Kofler: Geboren 1986 in Meran (I), studiert zeitbasierte und interaktive Medien an der Kunstuniversität Linz.

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