KUNST MOBIL

Rupert Mair 01|02|08 – 21|02|08

 MairRupert
Der Raum ist leer. Einrichtung gibt Orientierung. Dinge häufen sich an, wechseln ihre Anwendung. Die Anwendung ändert den Wert. Welche Anwendung hat Wert? Ein Spiel in Fortsetzungen, wert es zu spielen. Kunst Mobil zwischen Konstruktivismus und arte povera, Humor und Schwere, Vergangenheit und Gegenwart Wenn man die Arbeiten Rupert Mairs entdeckt, fallen einem drei Dinge auf: sie sind beweglich, meist aus Holz und in den Primärfarben bemalt (manchmal abgeändert, manchmal dekliniert). Gehen wir weiter. Lasst uns schauen, was das einbezieht, erzählt. Mobil will heissen, angehalten, die Werke nach Wunsch zu manipulieren, man kann sie auffächern oder falten, auf die Flach-Eck- oder Akkordeonform bringen. Die Arbeit von Rupert Mair stützt auf - wie auch - spielt mit der Vergangenheit und der Modernität. Seine Mobilkunst greift auf ihre Art die Kunst det Tryptichons auf, der religiösen Kunst des Mittelalters, die man zu besonderen Anlässen öffnete. Was die geometrischen Formen angeht, lassen diese uns zuerst an die abstrakte Kunst, genauer gesagt an den Konstruktivismus denken, der jede Beziehung zum Realen ausschliesst. Wenn man aber genauer hinsieht, lugt die Arbeit von Rupert Mair auch zu einer anderen Kunstform, der arte povera im Sinne, dass ein Objekt nie nur als ein einfaches Objekt angesehen wird, aber als sinnliches Zeichen fùr den Betrachter. Andersherum ausdgedrückt, seine Werke lösen Eindrücke aus, spielen mit Mehrfachbezügen, schaffen Analogien, befragen das Leben, den Wunsch nach dem Anderen, Unbewussten, Mysteriösen, Unsicheren. Ja, Rupert Mair hat Recht, seine Kunst in diesem Sinne "zwischen Konstruktivismus und arte povera" zu definieren. Dieser Spagat erzeugt die gesamte Ironie seines Werkes, diesen Humor geschaffen durch Dezentralisierung und Verschiebung. Geboren 1963 in Bozen (I), Studium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, lebt in Paris.

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