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Maria Gamper 24|05| -16|06|12

 MARIA-GAMPERnurgrafik
Die (Wechsel-)Beziehung zwischen Mensch und Raum steht im Zentrum des künstlerischen Interesses von Maria Gamper. Sie setzt sich vor allem damit auseinander, wie Menschen ihren Umraum gestalten und wie sich die architektonische Gestaltung der Räume auf das Verhalten der Menschen auswirkt. Bei Ihren Arbeiten handelt es sich meist um kaum wahrnehmbare Interventionen im Raum, die die Aufmerksamkeit auf die architektonischen Besonderheiten der jeweiligen Situation lenken.In der Arbeit fermo werden„Schleudern“, technische Eisenklammern welche durch Spannkraft Häuserwänden Stabilität verleihen, an der Außenwand der ES contemporary art gallery angebracht, und verlaufen  ersichtlich  durch die Galerieräume. Gamper greift dabei das Thema der Denkmalpflege, das Klammern und Festhalten an alten Traditionen auf. Nicht speziell die Tradition, sondern das Gefühl des Festhaltens, des nicht Loslassen Könnens interessiert dabei die Künstlerin. Durch rudimentär-minimale Eingriffe möchte Sie auf subtile Weise die Komplexität eines gegebenen Raums aufdecken und in den Fokus rücken.Maria Gamper geht dabei unmittelbar auf den jeweiligen Raum und die dort vorgefundenen Bedingungen ein. Es geht Ihr dezidiert nicht darum, ein dominantes Kunstobjekt in den Raum zu implantieren und diesen somit auf eine Sockelfunktion zu reduzieren. Vielmehr soll sich die Arbeit harmonisch in die Umgebung einfügen, durch größte Einfachheit Wirkung entfalten und zu einem integrativen Bestandteil der Umgebung werden. In Gamper´s Arbeiten steht die Nähe und Distanz, die die Menschen zu ihren Räumen einnehmen im Mittelpunk, diese Distanz zu begreifen und greifbar werden zulassen. Dabei untersucht Sie stets auch die Frage, wie und wo Sie sich selbst im Raum verorte. In dieser Hinsicht enthalten Ihre  Arbeiten auch eine nostalgische oder romantische Komponente, schwingt in ihnen immer die Suche nach der verlorenen Zeit, den Geschichten der Vergangenheit, einer Verbindung zwischen Hier und Anderswo mit. Maria Gamper selbst befinde sich auf der Suche nach klaren Linien und Formen, die den Raumcharakter eines Orts bestimmen, dessen Dichte und Atmosphäre unterstreichen und die Funktionalität von Räumen hinterfragen: auf der Suche nach kollektiv erlebbaren Räumen, die Ihre Geschichten erzählen. Geboren 1982 in Meran (I), Studium der freien Kunst bei Prof. Maik und Dirk Löbbert an der Kunstakademie Münster, lebt und arbeitet in Meran. download | pdf

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