DIE KUNST DER WIEDERHOLUNG

Helmut Vakily 01|05|08 – 22|05|08

 vakily
Raum- und Flugzeltbilder: An dieser Thematik hält der Künstler seit den 70er Jahren bis heute fest ... die Zelte gewähren keinen Schutz im üblichen Sinne, sondern ihre Existenz findet in imaginären Räumen statt. Hierbei wird Konstruktivismus aus einer deutsch - iranischen Perspektive in die Sprache der Malerei umgesetzt. Konsequent arbeitet Helmut Vakily seit mehr als 30 Jahren an seinen konstruktivistisch kalkulierten "Zeltbildern". Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist das Zelt, das an nomadisches Leben, an seine eigene Kindheit im Iran erinnert und trotz der Offenheit zur Veränderung immer als Zeltform erhalten bleibt. Unter Einbeziehung landschaftlicher Zitate wird hier Konstruktivismus aus einer deutsch-iranischen Perspektive in die Sprache der Malerei umgesetzt. Vakily setzt die Metapher des Aufbruchs und der Bewegung durch ein vielfältig verzahntes Geflecht von Farbtönen und geometrischen Ausschnitten immer wieder neu zusammen und konstruiert so Bildräume. Durch mehrfach hinter einander verschachtelte Durchblicke öffnen sich so immer wieder neue Nuancen, welche beim ersten Anblick nicht wahrgenommen werden. Der Künstler erzeugt visuelle Täuschungen, wobei die Spannung zwischen der Fläche und dem Raum entsteht: Strenge und Klarheit der geometrischen Formen divergieren mit dem Sfumato der sphärischen Zonen und bilden die zwei unterschiedlichen Pole. Das Ergebnis sind geheimnisvolle, imaginäre Welten, in denen Raumzelte schweben und neues Leben im transzendentem Raum erwächst. Geboren 1938 in Konstanz (D), Studium an der Werkkunstschule Dortmund und der Kunstakademie Stuttgart, lebt in München und Collioure.

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